Ostfriesland ist mit einem Bestand von mehr als 90 historischen Orgeln aus sechs Jahrhunderten eine der reichsten Orgellandschaften der Welt. Darunter stammen viele aus der Zeit vor 1850. Ein Orgelbauer, der die ostfriesische Orgelkultur maßgeblich beeinflusst hat, war der aus Hamburg stammende Arp Schnitger. Ein Spätwerk Schnitgers von 1710 befindet sich in der reformierten St.-Georgs-Kirche in Weener.

 

Und dort traf ich gestern Winfried Dahlke, Organist, Direktor des Organeums Weener und Landeskirchenmusikdirektor der Evangelisch-reformierten Kirche. Unter dem Titel „Orgel hören und verstehen“ lädt er von März bis September, immer donnerstags um 15:30 Uhr, zu einer offenen Orgelführung in die St.-Georgs-Kirche ein und stellt die Arp Schnitger-Orgel vor. Über eine schmale Treppe ging es in den Orgelraum. Ich selbst hatte als Kind einige Jahre Orgelunterricht. Auf meiner Farfisa Heimorgel gab es zwei Tastenreihen und zwei Pedale. Die Orgel, die Dahlke präsentierte, war allerdings „etwas“ anders. Neben den zwei Manualen verfügt die Orgel über 29 Register und ein angehängtes Pedal.

 

Wer mehr über die Orgellandschaft Ostfriesland erfahren möchte, kann dies im Organeum in Weener. Neben einer Ausstellung historischer Tasteninstrumente, werden auch Organeums- und Orgelführungen, Konzerte, Exkursionen u.v.m. angeboten. Alle Termine gibt es unter www.ostfriesischelandschaft.de/323.html.

 

Eure Wiebke