0
Niederl&auuml;ndischEnglisch
Angebote suchen
Angebote suchen
Gulfhäuser in Ostfriesland (Aquarell: Nicolaus Hippen)

Gulfhäuser

„Kathedralen der Arbeit“ könnten Gulfhöfe heute genannt werden. Sie prägen  wesentlich das Bild unserer Kulturlandschaft an der Nordseeküste und messen sich in ihrer räumlichen Größe durchaus mit Kirchen und Schlössern.
Kathedrale? Wer einmal unter dem Dach einer frühsommerlich leeren Scheune in der Marsch gestanden hat, wird diesen Raumeindruck so bald nicht vergessen. Es gibt aber auch bescheidenere Gebäude auf der Geest oder auf dem Fehn, bis hin zu den armseligen Moorkolonistenhäusern. Aber auch sie orientieren sich an der genialen Konstruktion ihrer größeren Geschwister.
Unverwechselbar und einzigartig sind diese Höfe alle, und darum wundert es nicht, dass man den Prachtstücken unter ihnen auch besondere Namen gegeben hat: Belvedere, Helenenhof, Pekelhering oder Leeshaus. Andere Namen weisen auf die ursprüngliche Bedeutung hin: Schatthaus, Kloster Muhde oder Logumer Vorwerk.
Aber eines gilt für alle: in den Gulfhöfen wurde gerackert und geschuftet. Daher nennt man sie durchaus mit Recht: „Kathedralen der Arbeit“.

Hof Sanders in Krummhörn

Hof Sanders in Krummhörn

Das heutige Bauernhaus erlebte eine wechselvolle Geschichte: Der Wohnteil wurde 1850 erbaut, seine Außengestaltung wurde um 1900 durch Putzdekoration bereichert und der Wohnbereich durch einen großen Anbau erweitert.

weiter

Landarbeiterhaus in Hinte

Landarbeiterhaus in Hinte

Die großbäuerlichen Höfe der Marschen entsprechen schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nicht mehr dem weit verbreiteten romantischen Bild vom Bauernhof; sie besaßen vielmehr bereits zu dieser Zeit den Charakter regelrechter Agrarunternehmen.

weiter

Hof Hanken in Bockhorn

Hof Hanken in Bockhorn

Steinhausen liegt an der Grenze zwischen Marsch und Geest. Das Gulfhaus war lange des Bauernhaus der Marschen; auf der Geest herrschte jedoch bis ins 19. Jahrhundert das niederdeutsche Hallenhaus vor. Einige stehen noch im Dorf.

weiter