Kirchen
Ostfrieslands große Kostbarkeiten sind die mittelalterlichen Kirchen. Eine Besonderheit darunter sind die vielen romanischen Dorfkirchen. Auf der Geest unseres Landes gab es eiszeitliche Granitfindlinge, aus denen „Quader“ für den Kirchenbau geschlagen wurden. In der steinarmen Marsch dagegen musste Tuffstein aus der Eifel per Schiff importiert werden. Doch dann brachten Mönche ihr know how in unser Land – nicht nur in Sachen Backsteinbrand. Ihnen folgten weit gereiste Künstler, denen wir die Ausgestaltung unserer Kirchen verdanken. Kein Wunder: fast jedes Dorf wollte nun seine eigene Kirche, es brach geradezu ein „sakraler Bauboom“ aus. Diese Zeit erinnert aber auch an die Frömmigkeit, den Wohlstand und das Selbstbewusstsein der Landesgemeinden. Heute nennen wir die Kirchen auch liebevoll unsere „Inseln der Ruhe“, und das sind sie wirklich.
Pilgerweg „Schola Dei“
Auf der Route Ihlow-Marienhafe-Norden verläuft der Pilgerweg „Schola Dei“ zu großen Teilen auf einem Wallfahrtsweg, von dem historische Quellen berichten. „Schule Gottes“ nennt sich der rund 40 km lange Weg mit seinen 16 Stationen.
Kirche in Krummhörn-Pilsum
Als einschiffige Kreuzkirche mit gewaltigem Vierungsturm erhebt sich die Kirche von Pilsum schon von weitem sichtbar über die auf der Dorfwarf rundum liegenden Häuser.
St. Florian-Kirche in Schortens-Sillenstede
Heute liegt Sillenstede mitten in der Marsch. Zur Erbauungszeit der Kirche war der Geestrand ohne schützendes Vorland und so nimmt es nicht Wunder, dass die romanische Kirche, die Mitte des 12. Jh. auf einer sehr hohen Warf erbaut wurde, dem Schutzheiligen Florian geweiht wurde.
St. Johannes-Kirche in Bad Zwischenahn
Am Brink steht das Gotteshaus, dessen Friedhof bis ans Ufer des Zwischenahner Meer heranreicht. Seine Ursprünge lassen sich bis zum Ende des 12. Jh. zurückverfolgen.









